Engineering & Consulting

Lötschberg-Basistunnel

Der Lötschberg-Basistunnel ist Teil der Lötschberg-Simplon-Achse, welche als parallel verlaufende Route zur Gotthardachse auch zur neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) gehört. Der Tunnel ist 34.6 Kilometer lang und wurde am 16. Juni 2007 in Betrieb genommen.
Betriebsbewilligung und Sicherheitsnachweis
Leit- und Steuerungstechnik

Vor der Aufnahme des kommerziellen Betriebs musste die BLS AG beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eine Betriebsbewilligung für die Lötschberg-Basislinie beantragen. BLS AG beauftragte ENOTRAC mit der Prozessführung zur Erlangung der Betriebsbewilligung: Dies umfasste:

  • RAMS Plan gemäss EN 50126
  • Identifikation der Sicherheitsanforderungen
  • Systembeschreibung und Nachweisplanung
  • Integration der Nachweise für Teilsysteme
  • Durchführung der Validierung auf Gesamtsystemebene
  • Gesamtsicherheitsnachweis an das Bundesamt für Verkehr (BAV)
Nordportal Lötschberg-Basistunnelzoom
Lötschberg-Basistunnelzoom
 

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels wurde ein umfangreiches Programm zur Optimierung der Instandhaltung für dieses komplexe Bauwerk gestartet, welches die Erfahrungen der ersten Betriebsjahre berücksichtigt. Die installierten Sensoren im Bereich der Querschläge (QS), Querverbindungen (QV) und Nischen (NI) des Lötschberg-Basistunnels verursachten einen erheblichen Instandhaltungsaufwand (Ausfälle und Fehlalarme). ENOTRAC hatte die vorhandenen Meldeanlagen (Brand, Gas, Temperatur und Wasserstand) in den QS/QV/NI auf ihren Einfluss auf die Gesamtsicherheit des Tunnels analysiert und mit dem aktuellen Erkenntnisstand vertieft bewertet. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Realisierung der zentralen Steuerung und den Rückbau bzw. Ersatz von Meldeanlagen wurden in das Folgeprojekt zur Anpassung der Leit- und Steuerungstechnik übernommen. ENOTRAC unterstützte die BLS AG auch bei Detailfragen zur Ausschreibung und Umrüstung der neuen Leit- und Steuerungstechnik. Im Vorfeld und während der Umrüstung hat ENOTRAC diverse RAM(S)-Analysen erstellt (z.B. Fehlerbaumanalysen), um nachzuweisen, dass die Änderung mindestens das gleiche Sicherheits-, Zuverlässigkeits- und Verfügbarkeitsniveau erreicht. Die Änderungen wurden mit einem Plangenehmigungsverfahren dem BAV angezeigt. Die mehrjährige Umrüstung erfolgte unter rollendem Rad. ENOTRAC führte erfolgreich das Verifikations- und Validierungsteam. Kern des Umbaus war die örtliche Leit- und Steuerungstechnik (Zentralisierung der zahlreichen lokalen SPS zur Integration in eine zentrale SPS) und die vollständige Erneuerung des Tunnelleitsystems. Dies erforderte zum Erhalt der Betriebsfähigkeit den komplexen Parallelbetrieb des alten und neuen Tunnelleitsystems über einen längeren Zeitraum. Die Nachweise der erfolgreichen Validierung wurden gemäss EN 50126 und EN 50128 erbracht.

Betriebszentrale Mitholzzoom
Niederspannungsschrank in einem Querschlagzoom
 
Topologie der Leit- und Steuerungstechnik im Lötschberg-Basistunnelzoom

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