Wegen dem Umbau des Leitungsschutzes auf moderne Distanzschutzrelais mussten die bisher hochohmig geerdeten Transformator-Mittelpunkte im 66kV-Netz starr geerdet werden. Dadurch entstanden im Erdschlussfall wesentlich höhere Fehlerströme.
Mit Versuchen an der realen Anlage im Unterwerk Filisur galt es sicherzustellen, dass auch mit starrer Erdung sämtliche gesetzlich und in Normen festgelegten Grenzwerte bezüglich Berührungs- und Schrittspannungen eingehalten werden. Bei dieser Gelegenheit wurden auch wichtige Parameter für die Einstellung des neuen Schutzes gemessen, insbesondere die zu erwartenden Fehlerströme im Falle von Kurzschlüssen und Erdschlüssen, sowie die Impedanzen Phase-Phase und Phase-Erde der Übertragungsleitungen ab Filisur.
Die Aufgabe von ENOTRAC war es, die Planung durchzuführen, zu koordinieren und die Auswertung dieser Versuche und Messungen durchzuführen. Mit der Ermittlung der Berührungs- und Schrittspannungen wurde die Fachkommission für Hochspannungsfragen FKH beauftragt.









